Willkommen bei den Sommerfestspielen Gamlitz
Sommer 2012
Wir präsentieren heuer am Weingut Schilhan

Arsen und Spitzenhäubchen
von Josef Kesselring
Der Autor:
Geboren am 21. Juli 1902 in New York (USA)
Gestorben am 5. November 1967 in Kingston (USA)
Kesselring, eigentlich Joseph Otto Kesselring, wurde als Sohn deutschstämmiger Eltern geboren. In den Jahren 1922 bis 1924 war er Professor für Musik am Bethel College, Kansas. !925 bis 1928 musikalischer Leiter und Direktor eines Amateurtheaters in Niagara Falls. Dann betätigte er sich als Schauspieler, Autorund Regisseur verschiedener Unterhaltungsstücke und als Verfasser von Kurzgeschichten und Gedichten. Seit 1933 war er freiberuflicher Autor und Bühnenschriftsteller. 1939 schrieb er Arsen und Spitzenhäubchen, seinen einzigen Erfolg. Dieser Erfolg verschaffte Kesselring unerwarteten Reichtum Der 1944 nach dem Bühnenstück gedrehte Film mit Carry Grant, inszeniert von Frank Capra, wurde zu einem Filmklassiker. Doch dass sein Stück als schwarze Komödie rezipiert wurde, löste bei Kesselring schwere Depressionen aus, denn er hatte sein Werk als ernstes Drama im Sinne Strindbergs konzipiert. Joseph Kesselrings Vater, Ronald Kesselring, war ein berühmter Chirurg. Zeitlebens empfand Joseph eine Hassliebe zu seinem Vater und dessen Beruf, die er in Arsen und Spitzenhäubchen verarbeitete. In zwei Figuren des Dramas scheint Kesselring sich selbst zu spielen: in Teddy, der glaubt Theodore Roosevelt zu sein – Kesselrings großes Vorbild für Zivilcourage – und in dem Polizisten O´Hara, der eigentlich ein verkappter Literat und Theaterautor ist.
Aus dem Inhalt:
Ein später Herbstnachmittag im Jahr 1941. Die alte Villa Brewster in Brooklyn, New York. Das Wohnzimmer der Schwestern Brewster ist eine Oase des Friedens, niemand wird hier abgewiesen, manche bleiben für immer.
Abby und Martha Brewsters Teestunden sind berühmt. Marthas Quittenmarmelade, Kekse und Holunderwein nicht minder. Der Pfarrer und die Polizisten genießen die Gegenwart der frommen und liebenswerten alten Damen, die sich um ihren verrückten Neffen Teddy kümmern. Auch Mortimer, Teddys Bruder, und Elaine, die Tochter des Pfarrers, haben hier ihr gemeinsames Glück gefunden. Alles scheint friedlich und selig – doch an diesem Abend durchstöbert Mortimer durch Zufall das Zimmer..
…. als er unerwartet eine Leiche in der Fenstertruhe entdeckt. Was ihn jedoch am meisten verwirrt ist, dass die alten Damen überhaupt nichts Befremdliches dabei finden. Kein Wunder, denn Sie haben dem allein stehenden Herren ja selbst zur ewigen Ruhe verholfen. Als auch noch Mortimers krimineller Bruder Jonathan und sein Kumpan Dr. Einstein, eine Leiche im Schlepptau, auftauchen, ist die Verwirrung komplett. Die Tanten und Jonathan wetteifern um die meisten Leichen, während Mortimer Schlimmeres zu verhindern sucht.





